In der deutschen SEO-Szene sind die Funktionen und Module von Sistrix nicht mehr wegzudenken. Zweifellos handelt es sich inzwischen um eines der bekanntesten Analysetools für Websiterankings in Google. In diesem Beitrag geben wir einen Überblick über die webbasierte Software und erklären, wie sich der bekannte Sichtbarkeitsindex berechnet.

Bestandteile der Sistrix Toolbox

Das Tool Sistrix ist das meistgenutzte Analyseprogramm im deutschsprachigen Raum und besteht aus den fünf Modulen:

  • SEO
  • Universal Search
  • Links
  • Ads
  • Social Signals
  • Optimizer

Das Herzstück des Tools ist der Bereich der Suchmaschinenoptimierung. Hier werden umfangreiche Analysen aus zahlreichen Reports erstellt, um die organischen Google-Suchergebnisse bewerten zu können. Daraus können Verbesserungen der Inhalte, insbesondere für zielgruppengerechtere Anpassungen, oder für mehr Sichtbarkeit in Google herangezogen werden. Das Universal-Search-Modul zeigt eine Übersicht der Top-Domains im Bereich Shopping, News, Blogs, Images und Videos. Ebenso werden alle Keywords und Artikel analysiert, die Position in den SERPs und das jeweilige Suchvolumen angezeigt. Im Modul Links besteht die Möglichkeit, die Backlinkstruktur einer Website, die Linkart und -Herkunft zu untersuchen. Auf der Überblicksseite von Ads können Werbemaßnahmen von Google Ads analysiert werden. Mit Social Signals lassen sich die größten Netzwerke Facebook, Twitter, Google+, LinkedIn und Pinterest analysieren. Für die Suchmaschinenoptimierung haben diese Daten jedoch keine Relevanz. Das Modul Optimizer ermöglicht unter anderem die Analyse der OnPage-Optimierung und einzelner URLs sowie ein Keyword Monitoring.

Nutzung des Sichtbarkeitsindex für SEO

Der Sichtbarkeitsindex von Sistrix ist aus der SEO-Welt nicht mehr wegzudenken.

Johannes Beus, der Gründer von Sistrix, entwickelte mit dem Sichtbarkeitsindex 2008 eine der wichtigsten Kennzahlen für die Suchmaschinenoptimierung. Mit diesem Indikator lässt sich die Entwicklung der Domain nachvollziehen und erlaubt zudem einen Performance-Vergleich mit Wettbewerbern.

Der Index spiegelt den Erfolg der SEO-Maßnahmen wider und zeigt die Auswirkungen von Google Updates oder Relaunches. Je höher der Indexwert ist, umso höher ist die Sichtbarkeit bei Google. Sistrix bietet die Möglichkeit, einen kostenlosen Check der Sichtbarkeit jeder beliebigen Domain durchzuführen. Sobald man einen Account erstellt, werden zusätzliche Funktionen wie historische Daten oder die genaue Aufteilung auf Subdomains freigeschaltet.

Wie berechnet sich der Sichtbarkeitsindex?

Sistrix zieht für die Berechnung folgende Faktoren heran:

  • Suchvolumen: Wie oft wird nach einem Keyword gesucht?
  • Ranking: Auf welcher Position befindet sich die Website, wenn nach einem bestimmten Keyword gesucht wird?
  • Klickrate: Wie viele Klicks resultieren aus der Anzahl an Impressionen? Je weiter vorne eine Website in den Suchergebnissen gelistet ist, desto höher ist für gewöhnlich die Klickrate (CTR – Click Through Rate).

Die Gewichtung der einzelnen Faktoren ist nicht bekannt, genauso wenig wie mögliche weitere Faktoren. Laut Sistrix erfolgt die Berechnung des Sichtbarkeitsindexes in drei Schritten:

  1. Als Basis werden die Top-100-Rankings der wichtigsten Keywords für eine Million Suchanfragen herangezogen, um daraus einen Querschnitt des Suchvolumens zu generieren. Die Keywords werden regelmäßig ausgetauscht, um immer auf dem aktuellen Stand zu bleiben. Sistrix berücksichtigt bei der Erhebung nur organische Google-Treffer (100 Treffer je Keyword). Daraus werden 100 Millionen Datenpunkte für die Berechnung des Indexes ermittelt (1 Million Suchanfragen x 100 Treffer pro Keyword).
  2. Im nächsten Schritt werden die Datenpunkte nach Suchvolumen und der erwarteten Klickwahrscheinlichkeit gewichtet. Die Berechnung des Indexes zeigt, dass eine höhere Position in den SERPs vom Traffic des Keywords abhängig ist. Es führt nicht automatisch zu einer höheren Wertung im Sichtbarkeitsindex.
  3. Aus der Summe der gewichteten Werte für alle Rankings einer Domain ergibt sich der Sichtbarkeitsindex.

Der Verlauf des Sichtbarkeitsindex von Sistrix.

Die Sichtbarkeit sagt also aus, für wie viele Keywords, ausgehend von einem vordefinierten Keyword-Set, eine Domain in den Top 100 der Suchmaschine zu finden ist. Sistrix berechnet den Sichtbarkeitsindex einmal pro Woche neu und unterscheidet Desktop-Daten von mobilen Daten. Folglich wird ein mobiler Sichtbarkeitsindex und ein Index für die Desktop-Version berechnet und veröffentlicht. Am Verlauf erkennt man, ob eine Domain erfolgreich ist oder an Sichtbarkeit verliert.

Grenzen des Sichtbarkeitsindex

Aus dem Sichtbarkeitsindex lassen sich keine Rückschlüsse über den Traffic oder die Conversions auf einer Website ziehen, da sich die Werte lediglich an einer Keyword-Auswahl orientieren. Als Einzelwert ist der Sichtbarkeitsindex nicht aussagekräftig genug, wenn man die Ursache für Ranking-Veränderungen sucht. Ein Branchenvergleich ist immer notwendig, um die Sichtbarkeit als gut oder schlecht einzustufen. Zudem berücksichtigt das von Sistrix erstellte Keyword-Set keine Nischen-Keywords oder Longtail-Keywords. Für einen aussagekräftigen Sichtbarkeitsindex kleiner Websites oder Nischenthemen sind daher nicht immer genügend Daten vorhanden.

Fazit

Das Analysetool Sistrix hat sich zu einem Standardtool der SEO-Welt entwickelt. Die Benutzeroberfläche ist intuitiv gestaltet und beinhaltet umfangreiche Funktionen: Neben der Rubrik „Frag Sistrix“ werden weitere kostenlose SEO-Tools und Tutorials angeboten. Im Zusammenhang mit dem Sichtbarkeitsindex können positive als auch negative Einflüsse erkannt und der Erfolg gezielter gesteuert werden.

In der deutschen SEO-Szene sind die Funktionen und Module von Sistrix nicht mehr wegzudenken. Zweifellos handelt es sich inzwischen um eines der bekanntesten Analysetools für Websiterankings in Google. In diesem Beitrag geben wir einen Überblick über die webbasierte Software und erklären, wie sich der bekannte Sichtbarkeitsindex berechnet.

Bestandteile der Sistrix Toolbox

Das Tool Sistrix ist das meistgenutzte Analyseprogramm im deutschsprachigen Raum und besteht aus den fünf Modulen:

  • SEO
  • Universal Search
  • Links
  • Ads
  • Social Signals
  • Optimizer

Das Herzstück des Tools ist der Bereich der Suchmaschinenoptimierung. Hier werden umfangreiche Analysen aus zahlreichen Reports erstellt, um die organischen Google-Suchergebnisse bewerten zu können. Daraus können Verbesserungen der Inhalte, insbesondere für zielgruppengerechtere Anpassungen, oder für mehr Sichtbarkeit in Google herangezogen werden. Das Universal-Search-Modul zeigt eine Übersicht der Top-Domains im Bereich Shopping, News, Blogs, Images und Videos. Ebenso werden alle Keywords und Artikel analysiert, die Position in den SERPs und das jeweilige Suchvolumen angezeigt. Im Modul Links besteht die Möglichkeit, die Backlinkstruktur einer Website, die Linkart und -Herkunft zu untersuchen. Auf der Überblicksseite von Ads können Werbemaßnahmen von Google Ads analysiert werden. Mit Social Signals lassen sich die größten Netzwerke Facebook, Twitter, Google+, LinkedIn und Pinterest analysieren. Für die Suchmaschinenoptimierung haben diese Daten jedoch keine Relevanz. Das Modul Optimizer ermöglicht unter anderem die Analyse der OnPage-Optimierung und einzelner URLs sowie ein Keyword Monitoring.

Nutzung des Sichtbarkeitsindex für SEO

Der Sichtbarkeitsindex von Sistrix ist aus der SEO-Welt nicht mehr wegzudenken.

Johannes Beus, der Gründer von Sistrix, entwickelte mit dem Sichtbarkeitsindex 2008 eine der wichtigsten Kennzahlen für die Suchmaschinenoptimierung. Mit diesem Indikator lässt sich die Entwicklung der Domain nachvollziehen und erlaubt zudem einen Performance-Vergleich mit Wettbewerbern.

Der Index spiegelt den Erfolg der SEO-Maßnahmen wider und zeigt die Auswirkungen von Google Updates oder Relaunches. Je höher der Indexwert ist, umso höher ist die Sichtbarkeit bei Google. Sistrix bietet die Möglichkeit, einen kostenlosen Check der Sichtbarkeit jeder beliebigen Domain durchzuführen. Sobald man einen Account erstellt, werden zusätzliche Funktionen wie historische Daten oder die genaue Aufteilung auf Subdomains freigeschaltet.

Wie berechnet sich der Sichtbarkeitsindex?

Sistrix zieht für die Berechnung folgende Faktoren heran:

  • Suchvolumen: Wie oft wird nach einem Keyword gesucht?
  • Ranking: Auf welcher Position befindet sich die Website, wenn nach einem bestimmten Keyword gesucht wird?
  • Klickrate: Wie viele Klicks resultieren aus der Anzahl an Impressionen? Je weiter vorne eine Website in den Suchergebnissen gelistet ist, desto höher ist für gewöhnlich die Klickrate (CTR – Click Through Rate).

Die Gewichtung der einzelnen Faktoren ist nicht bekannt, genauso wenig wie mögliche weitere Faktoren. Laut Sistrix erfolgt die Berechnung des Sichtbarkeitsindexes in drei Schritten:

  1. Als Basis werden die Top-100-Rankings der wichtigsten Keywords für eine Million Suchanfragen herangezogen, um daraus einen Querschnitt des Suchvolumens zu generieren. Die Keywords werden regelmäßig ausgetauscht, um immer auf dem aktuellen Stand zu bleiben. Sistrix berücksichtigt bei der Erhebung nur organische Google-Treffer (100 Treffer je Keyword). Daraus werden 100 Millionen Datenpunkte für die Berechnung des Indexes ermittelt (1 Million Suchanfragen x 100 Treffer pro Keyword).
  2. Im nächsten Schritt werden die Datenpunkte nach Suchvolumen und der erwarteten Klickwahrscheinlichkeit gewichtet. Die Berechnung des Indexes zeigt, dass eine höhere Position in den SERPs vom Traffic des Keywords abhängig ist. Es führt nicht automatisch zu einer höheren Wertung im Sichtbarkeitsindex.
  3. Aus der Summe der gewichteten Werte für alle Rankings einer Domain ergibt sich der Sichtbarkeitsindex.

Der Verlauf des Sichtbarkeitsindex von Sistrix.

Die Sichtbarkeit sagt also aus, für wie viele Keywords, ausgehend von einem vordefinierten Keyword-Set, eine Domain in den Top 100 der Suchmaschine zu finden ist. Sistrix berechnet den Sichtbarkeitsindex einmal pro Woche neu und unterscheidet Desktop-Daten von mobilen Daten. Folglich wird ein mobiler Sichtbarkeitsindex und ein Index für die Desktop-Version berechnet und veröffentlicht. Am Verlauf erkennt man, ob eine Domain erfolgreich ist oder an Sichtbarkeit verliert.

Grenzen des Sichtbarkeitsindex

Aus dem Sichtbarkeitsindex lassen sich keine Rückschlüsse über den Traffic oder die Conversions auf einer Website ziehen, da sich die Werte lediglich an einer Keyword-Auswahl orientieren. Als Einzelwert ist der Sichtbarkeitsindex nicht aussagekräftig genug, wenn man die Ursache für Ranking-Veränderungen sucht. Ein Branchenvergleich ist immer notwendig, um die Sichtbarkeit als gut oder schlecht einzustufen. Zudem berücksichtigt das von Sistrix erstellte Keyword-Set keine Nischen-Keywords oder Longtail-Keywords. Für einen aussagekräftigen Sichtbarkeitsindex kleiner Websites oder Nischenthemen sind daher nicht immer genügend Daten vorhanden.

Fazit

Das Analysetool Sistrix hat sich zu einem Standardtool der SEO-Welt entwickelt. Die Benutzeroberfläche ist intuitiv gestaltet und beinhaltet umfangreiche Funktionen: Neben der Rubrik „Frag Sistrix“ werden weitere kostenlose SEO-Tools und Tutorials angeboten. Im Zusammenhang mit dem Sichtbarkeitsindex können positive als auch negative Einflüsse erkannt und der Erfolg gezielter gesteuert werden.

Über den Autor

SEO aus Leidenschaft! Die Möglichkeiten der Suchmaschinenoptimierung scheinen (fast) unendlich zu sein. Das darf ich als Projektmanagerin bei marmato jeden Tag aufs Neue erfahren. Mit meinen Blogbeiträgen möchte ich unseren Lesern die vielfältige Welt der Suchmaschinenoptimierung näherbringen.
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