2019 ist vorüber, das Jahr 2020 ist schon in vollem Gange. Garantiert wird auch dieses Jahr wieder die SEO-Welt auf Trab halten. Das haben schließlich auch die vergangenen zwölf Monate geschafft. Wir lassen 2019 Revue passieren und schauen auf die SEO-Highlights.

Core Updates und BERT

Was wäre ein SEO-Jahr ohne Google-Updates? Kaum vorstellbar – doch daran kam man auch 2019 nicht vorbei. So richtig los ging es im März mit dem March Core Update, auch bekannt als Florida 2. Google hielt sich bedeckt mit Angaben zu Wirken und Nutzen der Algorithmus-Anpassung. Betroffen vom Update waren besonders die sogenannten YMYL-Seiten sowie Websites aus dem Gesundheits-Bereich. Generell drehte sich viel um die Standards, die in den Google Quality Guidelines aufgeführt werden, Expertise, Autorität und Trust sind die Kriterien, die für die Suchmaschine wichtig sein sollen.

Aber nicht nur im März wurden Rankings aufgrund eines Google-Updates durcheinandergewirbelt. Im Juni 2019 gab es die nächste größere Anpassung, und auf die konnte man sich nicht einmal vorbereiten. Die Ankündigung seitens Google erfolgte einen Tag vor Rollout. Analysen zeigten, dass besonders News-Seiten vom Update betroffen waren.

Damit war das Updaten aber nicht vorbei. Ende des Jahres trat BERT in Erscheinung. BERT, das steht für „Bidirectional Encoder Representations from Transformers“. Ein reichlich verwirrender Name. Doch das Update lässt sich schnell auf den Punkt bringen: BERT macht Suchanfragen für die Suchmaschine noch verständlicher. Sie kann Kontext und Wortzusammenhänge noch besser deuten. BERT stellt eine Ergänzung zu RankBrain dar – der Google-Algorithmus zum Verständnis von Suchanfragen.

Nofollow, UGC und Sponsored-Links

Im Oktober 2019 änderte Google seine Interpretation von Website-Verlinkungen. Bis dato war das SEO-Vokabular auf die Begrifflichkeiten „follow“ und „nofollow“ begrenzt. Die Attribut-Trennung sollte den einst praktizierten Link-Spam eindämmen. Nun ist die SEO-Welt um einige Linkattribute reicher: „ugc“ und „sponsored“ sowie sinnverändert „nofollow“.

Wir berichteten in unserem Blog-Artikel im Oktober. Die Änderungen sind seit Ende 2019 zu berücksichtigen. Ab März 2020 wird Google die neu gekennzeichneten Links auch dementsprechend bewerten. Dabei werden auch nofollow-Links von der Suchmaschine gecrawlt werden.

Die Linkauszeichnungen bilden künftig die Grundlage für die Bewertung eines Linkprofils, Google ging diesen Schritt, um ein solches Profil in Zukunft noch besser interpretieren zu können.

Google Jobs macht Xing und Co. Konkurrenz

Im Mai 2019 durfte man eine neue Google-Integration in der Welt der Suchmaschine begrüßen. Mit Google for Jobs werden Usern Stellenanzeigen direkt im Suchergebnis angezeigt. Eine direkte Konkurrenz für Xing, Monster und andere Online-Stellenbörsen. Jobangebote werden innerhalb der Google-Jobs-Box im obersten Bereich des SERP ausgespielt, also auf Position 1.

Die Platzierung von Anzeigen in der Job-Box geschieht aber nicht willkürlich. Mittels einiger Optimierungen haben Unternehmen gute Chancen, in der Google-Box zu erscheinen. Worauf es dabei ankommt, kann man hier nachlesen.

Weniger Sterne-Bewertungen

Kein Core-Update, aber dennoch eine relevante Anpassung der Suchmaschine: Google hat die Darstellung von Sterneauszeichnungen im SERP um circa 40 Prozent reduziert. Im September überraschte Google mit dieser Ankündigung.

Die Sternedarstellung gibt dem User die Information, wie gut ein Produkt bewertet wird. Doch allzu häufig fand man Sterneauszeichnungen auch für Seiten vor, die kein Angebot bereitstellten, das bewertet werden könnte.

Die Anpassung sollte diesen Irreführungen vorbeugen. Unter anderem folgende Website-Typen können weiterhin Review-Sterne erhalten:

  • org/Game
  • org/HowTo
  • org/LocalBusiness
  • org/Organization
  • org/Product
  • org/Recipe

Eine ausführliche Analyse zu den Review-Sternen findet man in unserem September-Beitrag.

Opt-in-Pflicht für Cookies

Der europäische Gerichtshof hat entschieden, in Zukunft muss dem Setzen von Cookies auf Websites eine aktive Einwilligung des Users vorausgehen. Im Klartext bedeutet das die Implementierung eines Cookie-Opt-ins, sollten sogenannte Third-Party-Cookies Verwendung finden.

Das Urteil hat vor allem für das Tracking Folgen, denn Tools wie Google Analytics können nun nicht mehr aussagekräftige Daten liefern. User können hierüber nur noch umfassend getrackt werden, wenn seitens der Nutzer eine großzügige Cookie-Setzung bewilligt wurde.

marmato und das Wildsauseo

Wildsauseo: Es klingt seltsam, war aber ein großes Thema für viele Praktizierenden der Suchmaschinenoptimierung. Am 7. November 2019 fand in Köln wie jedes Jahr der SEO Day statt. Und wie schon öfter wurde im Vorfeld der Veranstaltung ein Contest ausgerufen. Es galt, seine Website für das Fantasiewort „Wildsauseo“ in den Rankings ganz nach vorne zu befördern. Wir von marmato haben uns zwar spät dazu entschieden, mitzumischen, haben letztlich am Stichtag den Sprung in die Top-10-Rankings aber nur knapp verpasst. Dort findet man uns aber jetzt!

Nach dem SEO-Contest steht marmato für das Keyword Wildsauseo immer noch hervorragend da.

Quelle: Google

Die Google-Chefs treten zurück

Das Ende des Jahres endete in der Google-Welt mit einem Paukenschlag. Die Google-Gründer Larry Page und Sergey Brin kündigten Anfang Dezember an, als Chefs des Google-Mutterkonzerns Alphabet zurückzutreten. Googles Geschäftsführer Sundar Pichai übernahm die Führung von den beiden. Page und Brin gründeten das Unternehmen Google im Jahr 1998. 2015 geschah die Neustrukturierung rund um den Dachkonzern Alphabet. Die Begründung für das Aus der beiden: „Wir waren nie diejenigen, die an Managerrollen festhielten, wenn wir glauben, dass es einen besseren Weg gibt, das Unternehmen zu führen. Alphabet und Google brauchen nicht länger zwei CEOs und einen Präsidenten.“

Aber sicher wird uns Google auch ohne die beiden Größen in diesem Jahr mit der ein oder anderen Neuerung bzw. Weiterentwicklung auftrumpfen. Und wir werden auch in 2020 überrascht, erfreut und manchmal auch schockiert sein.

2019 ist vorüber, das Jahr 2020 ist schon in vollem Gange. Garantiert wird auch dieses Jahr wieder die SEO-Welt auf Trab halten. Das haben schließlich auch die vergangenen zwölf Monate geschafft. Wir lassen 2019 Revue passieren und schauen auf die SEO-Highlights.

Core Updates und BERT

Was wäre ein SEO-Jahr ohne Google-Updates? Kaum vorstellbar – doch daran kam man auch 2019 nicht vorbei. So richtig los ging es im März mit dem March Core Update, auch bekannt als Florida 2. Google hielt sich bedeckt mit Angaben zu Wirken und Nutzen der Algorithmus-Anpassung. Betroffen vom Update waren besonders die sogenannten YMYL-Seiten sowie Websites aus dem Gesundheits-Bereich. Generell drehte sich viel um die Standards, die in den Google Quality Guidelines aufgeführt werden, Expertise, Autorität und Trust sind die Kriterien, die für die Suchmaschine wichtig sein sollen.

Aber nicht nur im März wurden Rankings aufgrund eines Google-Updates durcheinandergewirbelt. Im Juni 2019 gab es die nächste größere Anpassung, und auf die konnte man sich nicht einmal vorbereiten. Die Ankündigung seitens Google erfolgte einen Tag vor Rollout. Analysen zeigten, dass besonders News-Seiten vom Update betroffen waren.

Damit war das Updaten aber nicht vorbei. Ende des Jahres trat BERT in Erscheinung. BERT, das steht für „Bidirectional Encoder Representations from Transformers“. Ein reichlich verwirrender Name. Doch das Update lässt sich schnell auf den Punkt bringen: BERT macht Suchanfragen für die Suchmaschine noch verständlicher. Sie kann Kontext und Wortzusammenhänge noch besser deuten. BERT stellt eine Ergänzung zu RankBrain dar – der Google-Algorithmus zum Verständnis von Suchanfragen.

Nofollow, UGC und Sponsored-Links

Im Oktober 2019 änderte Google seine Interpretation von Website-Verlinkungen. Bis dato war das SEO-Vokabular auf die Begrifflichkeiten „follow“ und „nofollow“ begrenzt. Die Attribut-Trennung sollte den einst praktizierten Link-Spam eindämmen. Nun ist die SEO-Welt um einige Linkattribute reicher: „ugc“ und „sponsored“ sowie sinnverändert „nofollow“.

Wir berichteten in unserem Blog-Artikel im Oktober. Die Änderungen sind seit Ende 2019 zu berücksichtigen. Ab März 2020 wird Google die neu gekennzeichneten Links auch dementsprechend bewerten. Dabei werden auch nofollow-Links von der Suchmaschine gecrawlt werden.

Die Linkauszeichnungen bilden künftig die Grundlage für die Bewertung eines Linkprofils, Google ging diesen Schritt, um ein solches Profil in Zukunft noch besser interpretieren zu können.

Google Jobs macht Xing und Co. Konkurrenz

Im Mai 2019 durfte man eine neue Google-Integration in der Welt der Suchmaschine begrüßen. Mit Google for Jobs werden Usern Stellenanzeigen direkt im Suchergebnis angezeigt. Eine direkte Konkurrenz für Xing, Monster und andere Online-Stellenbörsen. Jobangebote werden innerhalb der Google-Jobs-Box im obersten Bereich des SERP ausgespielt, also auf Position 1.

Die Platzierung von Anzeigen in der Job-Box geschieht aber nicht willkürlich. Mittels einiger Optimierungen haben Unternehmen gute Chancen, in der Google-Box zu erscheinen. Worauf es dabei ankommt, kann man hier nachlesen.

Weniger Sterne-Bewertungen

Kein Core-Update, aber dennoch eine relevante Anpassung der Suchmaschine: Google hat die Darstellung von Sterneauszeichnungen im SERP um circa 40 Prozent reduziert. Im September überraschte Google mit dieser Ankündigung.

Die Sternedarstellung gibt dem User die Information, wie gut ein Produkt bewertet wird. Doch allzu häufig fand man Sterneauszeichnungen auch für Seiten vor, die kein Angebot bereitstellten, das bewertet werden könnte.

Die Anpassung sollte diesen Irreführungen vorbeugen. Unter anderem folgende Website-Typen können weiterhin Review-Sterne erhalten:

  • org/Game
  • org/HowTo
  • org/LocalBusiness
  • org/Organization
  • org/Product
  • org/Recipe

Eine ausführliche Analyse zu den Review-Sternen findet man in unserem September-Beitrag.

Opt-in-Pflicht für Cookies

Der europäische Gerichtshof hat entschieden, in Zukunft muss dem Setzen von Cookies auf Websites eine aktive Einwilligung des Users vorausgehen. Im Klartext bedeutet das die Implementierung eines Cookie-Opt-ins, sollten sogenannte Third-Party-Cookies Verwendung finden.

Das Urteil hat vor allem für das Tracking Folgen, denn Tools wie Google Analytics können nun nicht mehr aussagekräftige Daten liefern. User können hierüber nur noch umfassend getrackt werden, wenn seitens der Nutzer eine großzügige Cookie-Setzung bewilligt wurde.

marmato und das Wildsauseo

Wildsauseo: Es klingt seltsam, war aber ein großes Thema für viele Praktizierenden der Suchmaschinenoptimierung. Am 7. November 2019 fand in Köln wie jedes Jahr der SEO Day statt. Und wie schon öfter wurde im Vorfeld der Veranstaltung ein Contest ausgerufen. Es galt, seine Website für das Fantasiewort „Wildsauseo“ in den Rankings ganz nach vorne zu befördern. Wir von marmato haben uns zwar spät dazu entschieden, mitzumischen, haben letztlich am Stichtag den Sprung in die Top-10-Rankings aber nur knapp verpasst. Dort findet man uns aber jetzt!

Nach dem SEO-Contest steht marmato für das Keyword Wildsauseo immer noch hervorragend da.

Quelle: Google

Die Google-Chefs treten zurück

Das Ende des Jahres endete in der Google-Welt mit einem Paukenschlag. Die Google-Gründer Larry Page und Sergey Brin kündigten Anfang Dezember an, als Chefs des Google-Mutterkonzerns Alphabet zurückzutreten. Googles Geschäftsführer Sundar Pichai übernahm die Führung von den beiden. Page und Brin gründeten das Unternehmen Google im Jahr 1998. 2015 geschah die Neustrukturierung rund um den Dachkonzern Alphabet. Die Begründung für das Aus der beiden: „Wir waren nie diejenigen, die an Managerrollen festhielten, wenn wir glauben, dass es einen besseren Weg gibt, das Unternehmen zu führen. Alphabet und Google brauchen nicht länger zwei CEOs und einen Präsidenten.“

Aber sicher wird uns Google auch ohne die beiden Größen in diesem Jahr mit der ein oder anderen Neuerung bzw. Weiterentwicklung auftrumpfen. Und wir werden auch in 2020 überrascht, erfreut und manchmal auch schockiert sein.

Über den Autor

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SEO ist spannend, SEO macht Spaß! Das darf ich als erfahrener SEO Analyst bei meiner täglichen Arbeit in Stuttgart stets aufs Neue erfahren. Seit meinem (durchaus fachfremden) Studium der Politik- und Sozialwissenschaften habe ich mich dem Thema verschrieben und mittlerweile einige Jahre im SEO-Bereich auf dem Buckel. Als Autor unseres Blogs möchte ich unseren Lesern das weite Feld der Suchmaschinenoptimierung näherbringen.
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