Es ist vielleicht etwas plakativ formuliert, und hat dennoch einen wahren Kern: Ein SEO ist nur so gut wie seine SEO-Tools. Zum Glück gibt es von diesen wirklich zahlreiche. Eines dieser SEO-Tools ist der Screaming Frog.

Das Werkzeug ist aus dem Arbeitsalltag etlicher SEO-Experten kaum wegzudenken. Somit zählt es zu den bekanntesten und wohl mit am häufigsten genutzten Tools der Suchmaschinenoptimierung.

Wir möchten Ihnen anhand von fünf Beispielen aufzeigen, was der Screaming Frog für die Suchmaschinenoptimierung Ihrer Seite leisten kann.

Was ist der Screaming Frog überhaupt?

Der Screaming Frog klingt wie ein exotisches Tier oder eine HeavyMetal-Band, ist in Wahrheit jedoch ein Crawling-Tool. Entwickelt wurde es von den Marketing-Experten Dan Sharp, Graeme Radford und Jason Lock. Seinen außergewöhnlichen Namen bekam das Tool durch Dan Sharp. Der wurde lange als Screaming Frog bezeichnet in Anlehnung an einen besonders mutigen Frosch, der in Sharps Garten zwei jagenden Katzen trotzte.

Von Anfang an war das primäre Ziel des SEO-Werkzeugs, Websites zu durchsuchen (zu crawlen), um so schnell und übersichtlich Probleme, Daten und Potentiale aufzulisten. Dazu wird der Screaming Frog bis heute genutzt.

Dabei unterscheidet sich der Screaming Frog von anderen Anwendungen dahingehend, dass er heruntergeladen werden muss. Eine Vielzahl der sonstigen SEO-Tools wird vielmehr als Online-Variante angeboten.

Der Screaming Frog crawlt also die Website, die man in der Anwendung eingibt. Er nutzt dafür einen eigenen Crawling-Bot (= User-Agent), der in seinem Verhalten stark dem Google-Bot ähnelt. Dies ist ein großer Vorteil des Screaming Frogs, schließlich erhält man so ein realistisches Bild, wie Google eine Seite wahrnimmt.

Warum braucht man ein Crawling-Tool für SEO?

Dies ist auch bereits einer der Gründe, warum man auf ein Tool wie dieses zurückgreifen sollte. Will man wissen, welche Daten auf welche Weise von der Suchmaschine wahrgenommen werden, hat man durch den Screaming Frog einen guten Anhaltspunkt.

Die Daten, die das Tool liefert, helfen schließlich bei der Suchmaschinenoptimierung der Seite. Es listet strukturiert Daten der Website auf, die einen Überblick schaffen, wo Potentiale und Probleme bestehen.

Daten, die der Screaming Frog u.a. liefert:

  • Seiten-Title
  • Meta-Description
  • Bild-Daten
  • Interne Linkstruktur
  • Weiterleitungen
  • Überschriften • Seitenfehler
  • Ankertexte
  • Canonical Tags

Diese und weitere Daten liefert das Tool bis zu einer Website-Größe von 500 URLs kostenlos. In der Bezahlvariante sind auch größere Websites gänzlich crawlbar.

Wir möchten nun fünf wichtige Funktionen des „Froschs“ im Detail vorstellen. Sie helfen bei der Suchmaschinenoptimierung einer Website.

Funktion 1: Meta-Daten erkennen

Eine grundlegende Arbeit im SEO ist es, eine Seite mit Meta-Daten auszuzeichnen. Diese liefern der Suchmaschine wichtige Informationen zum Thema des Dargestellten, aber auch auf welche Weise der Roboter eine Website lesen soll.

Der Sammelbegriff Meta-Daten umfasst dabei verschiedene Tags. So zum Beispiel den Title-Tag und die Meta-Description einer Webseite. Sie werden von der Suchmaschine in der Regel als Seitentitel und beschreibender Teaser-Text in den SERPS ausgespielt.

Andere Meta-Daten sind für den User weniger ersichtlich, sollte er nicht den Quelltext einer Seite ansehen. So etwa das Follow- / Nofollow-Attribut. Es gibt der Suchmaschine Informationen darüber, ob sie der Seite folgen soll. Mit der Auszeichnung Index bzw. Noindex teilt man des Weiteren dem Bot mit, ob die Webseite indexiert werden, also in den Google-Index aufgenommen werden soll. Je nachdem erfolgt eine Indizierung, und die Seite erscheint in den Suchergebnissen oder nicht.

Der Screaming Frog gibt einen Überblick über die wichtigen Meta-Daten einer Seite. So kann man schnell reagieren, wenn die Meta-Tags falsche Informationen weitergeben.

Funktion 2: Interne Verlinkung überprüfen

Die interne Verlinkung einer Website gehört zu den effektivsten Methoden der Suchmaschinenoptimierung. Sie gibt der Suchmaschine zum Beispiel Aufschluss über die Seitenstruktur. Aber ein gut optimierter Ankertext ist ebenfalls immens wichtig.

Mittels Screaming Frog erhält man Aufschluss darüber,

  • welche internen Links auf der gesamten Website vorhanden sind.
  • welche Links auf eine Webseite verlinken.
  • von wo aus Links auf eine Webseite verlinken.
  • welche Webseite die meisten internen Verlinkungen erhält.
  • wie der Ankertext eines internen Links aussieht.
  • ob der Link ein Follow- oder Nofollow-Link ist.
  • welchen Statuscode ein Link besitzt

Um einen Überblick über die interne Linkstruktur zu erhalten, muss man sich eine dementsprechende Liste exportieren. Dies macht man über die Menüfunktion Bulk Export. Klickt man dort auf All Inlinks, kann man sich die Erkenntnisse als Excel Workbook abspeichern.

Man erhält eine Tabelle, bestehend aus folgenden Spalten:

  • Type: Ist der Link zum Beispiel ein AHREF-Link, ein JavaScript-Link oder ein Image-Link?
  • Source: Von welcher Webseite aus wird verlinkt?
  • Destination: Was ist das Linkziel?
  • Size: Wie groß ist der interne Link?
  • Alt-Text: Besitzt die Verlinkung einen alternativen Meta-Text?
  • Anchor: Wie lautet der Ankertext?
  • Status Code: Leitet der Link korrekt weiter oder handelt es sich um einen „Broken Link“?
  • Status: Funktioniert die Verlinkung?
  • Follow: Soll die Suchmaschine dem Link folgen oder nicht?

Mittels sinniger Sortierung und Nutzung der Filter-Funktion in Excel lässt sich die Tabelle noch übersichtlicher gestalten und der Erkenntnisgewinn erhöhen.

Funktion 3: XML-Sitemap erstellen

Die Sitemap einer Website ist sozusagen der rote Faden, an dem sich die Suchmaschine orientiert, wenn sie die Seite crawlt. Sie listet die relevanten Webseiten untereinander auf. Das hat den Vorteil, dass auch Seiten, die noch sehr neu oder intern wenig verlinkt sind, vom Suchroboter gefunden werden.

Es wird unterschieden zwischen einer HTML und einer XML Sitemap. Wir gehen hier ausschließlich auf die XML Sitemap ein, die speziell für die Suchmaschine anstatt für den User konzipiert wird.

Die Sitemap wird normalerweise im root-Ordner einer Website hochgeladen (ein anderer Ort wäre jedoch auch denkbar). Anschließend muss man die Sitemap in der robots.txt verankern und in der Google Search Console einreichen, damit die Suchmaschine von der Existenz Kenntnis erlangt.
Doch bevor dieses Prozedere durchgeführt werden kann, muss die Sitemap kreiert werden. Und das geht mit Hilfe des Screaming-Frog-Tools ganz einfach.

Dazu klickt man im SEO-Tool im Menü den Punkt Sitemaps an. Es besteht die Möglichkeit, eine XML Sitemap oder eine Image Sitemap zu erstellen. Hier wählt man erstere Variante aus.

Schließlich öffnet sich ein Fenster, in dem eine Reihe an Informationen für die Sitemap wählbar sind.

SEO mittels dem Tool Screaming Frog ist effektiver.

Quelle: Screaming Frog

1. Reiter: Pages

Hier hat man die Möglichkeit, anzugeben, welche Seiten in der Sitemap vorhanden sein sollen. Ist es von Vorteil, PDF-Dateien (PDFs) in der Lis