In diesem Blogartikel erklären wir alles, was man über das Thema Linkbuildung (auch Linkaufbau) wissen muss.

Linkbuilding für mehr Sichtbarkeit bei Google.

Shutterstock: https://www.shutterstock.com/de/image-illustration/3d-isometric-flat-concept-link-building-1746417404

Was versteht man unter Linkbuilding?

Ganzheitlich betrachtet ist Linkaufbau eine wichtige Maßnahme zur Suchmaschinenoptimierung (SEO), um die Relevanz und Auffindbarkeit bei Suchmaschinen wie Google, Bing oder DuckDuckgo zu erhöhen und den Online-Erfolg zu steigern. Linkbuilding oder auch Linkaufbau zählt dabei als eine Maßnahme der Offpage-Optimierung. Meistens bezieht sich der Begriff auf den Prozess des kontinuierlichen Backlinkaufbaus, bei dem die Erhöhung von qualitativ hochwertigen Links im Fokus steht. Das Linkbuilding bedient sich verschiedener Strategien, die von den Suchmaschinen nicht immer positiv bewertet werden. Teilweise gibt es auch Methoden, die von Google negativ betrachtet werden und die Website dafür abgestraft wird.

Beim Linkbuilding geht es aber auch um das strategische Setzen von Links innerhalb der eigenen Websites. Man spricht dabei von internen Links, die eine Hilfe bei der Strukturierung darstellen. Mithilfe von interner Verlinkung wird die User Experience verbessert, indem sich Inhalte der Website schneller und einfacher finden lassen. Neben dem Nutzer profitiert auch der Crawler von einer guten internen Linkstruktur, um alle Seiten einer Website zu indexieren.

Warum ist Linkbuilding für SEO wichtig?

Die Relevanz einer Website wird von Suchmaschinen unter anderem daran gemessen, wie stark eine Seite mit anderen Websites vernetzt ist. Google sieht Verlinkungen von Websites als Zeichen für gute Inhalte, die von den Nutzern als interessant empfunden werden. Grundsätzlich lässt sich sagen: je mehr Inhalte einer Website verlinkt werden, desto besser. Hat der Backlink einen starken thematischen Bezug zur verlinkten Seite und bietet den Nutzern einen Mehrwert, wird dieser Link mit einer höheren Relevanz bewertet. Folglich werden Websites mit einer hohen Anzahl an relevanten Links in den SERPs weiter oben gelistet.

Wichtig: Eine Webseite, auf die viele qualitativ hochwertige Links eingehen, wird bei den Suchmaschinen besser bewertet als eine Domain, auf der wenige bis gar keine hochwertige Backlinks eingehen.

Was ist ein Backlink?

Beim Linkaufbau wird mit verschiedenen Mitteln versucht, dass eine andere Website auf die eigene Website verweist. Technisch gesehen ist dieser Verweis der sogenannte Backlink in Form eines Hyperlinks.

Wie ist ein Link im HTML-Code aufgebaut?

Grundsätzlich besteht ein (Back)-Link aus zwei Komponenten: der URL und dem Anker- bzw. Linktext.

Die Anatomie eines Links im HTML-Code sieht wie folgt aus:

<a href=“URL“>Linktext</a>

Beispiel:

<a href=“https://marmato.com/snippets/“>Detaillierte Informationen zum Schema Markup</a>

Der Link hat zwei Funktionen:

  1. Er sorgt einerseits dafür, dass die Linkpopularität (engl. link popularity) der verlinkten Seite steigt. Die Link Popularity ist die Anzahl der Links, die auf eine Website verweisen.
  2. Suchmaschinen analysieren auch den Linktext, der anklickbare Teil eines Hyperlinks. Daher sollte dieser möglichst mit wichtigen Keywords, individuell und vielfältig formuliert werden.

Linkarten: Was sind follow und nofollow Links?

Alle Links sind automatisch „follow“ Links.Das bedeutet, dass die Verlinkung auch von Suchmaschinen als relevanter Link angesehen wird, dem zudem gefolgt werden soll. Ebenso bedeutet das, dass der Link seinen Linkjuice (Verknüpfungsstärke) vererbt, also weitergibt. Mit dem Linkjuice wird die Power einer Seite, die durch den Link innerhalb einer Website weitergegeben und gestärkt wird, gemessen.

Der Google Juice bzw. der Linksaft setzt sich aus der Anzahl und der Qualität der Links zusammen. Zudem ist auch die Art, wie sich die Verweise auf einer Webseite verteilen, für die Zusammensetzung des Linkjuices relevant. Bildlich kann man sich den Linkjuice als eine Art Fluss mit verschiedenen Verzweigungen vorstellen. Die Startseite verfügt über die meiste Power, die an die Unterseiten weitergegeben wird. Dies geschieht nach einem einfachen Prinzip: jede Webseite erhält gleich viel bzw. gleich wenig Linkjuice. Daraus folgt, je mehr Unterseiten eine Website hat, umso weniger Linkjuice hat die einzelne Unterseite.

Links können aber auch als „nofollow“ gekennzeichnet werden, indem das rel=“nofollow“-Tag im Code hinzugefügt wird. Nofollow-Links sehen im HTML-Code wie folgt aus:

<a href=“URL“ rel=“nofollow“>Linktext</a>

In diesem Fall wird die Suchmaschine dem Link nicht folgen, was sich wiederum auf den Linkjuice auswirkt. Denn dieser wird dann auch nicht weitergegeben. „Nofollow“ wurde von Google im Jahre 2005 eingeführt, damit Webmaster den Linkjuice besser kontrollieren können. Damit sollten die Massen an oftmals automatisch generierten Links in Blogkommentaren oder Gästebüchern vermieden werden. Bis zu diesem Zeitpunkt war es möglich, mit einer hohen Anzahl an Links das Ranking zu pushen. Dennoch ist klar: „nofollow“-Links gehören zu einem natürlichen Link-Profil dazu.

Welche Rolle spielt das Google Penguin Update für den SEO-Linkaufbau?

Das Google Penguin Update wurde erstmals 2012 mit dem Ziel ausgerollt, Web Spam in den SERPs zu identifizieren und zu entfernen. So können gezielt SEO-Maßnahmen abgestraft werden, die nicht natürlich wirken. Dazu zählen auch SEO-Techniken wie unnatürliches Linkbuilding. Inzwischen gab es bereits sieben Penguin Updates, von denen vier vollwertige Updates und drei Data Refreshes waren.

Mit dem Google Penguin Update wurde hauptsächlich das Backlink-Profil einer Website betrachtet. Folgende Faktoren spielen dabei eine Rolle:

  1. Themenrelevanz der verlinkenden Seite zur verlinkten Seite
  2. Linktexte mit hohem Anteil harter Keywords
  3. Gekaufte Links
  4. Unnatürliches Linkwachstum
  5. Backlinks mit schlechter Qualität
Das Google Penguin Update hat den Linkaufbau verändert.

Shutterstock: https://www.shutterstock.com/de/image-photo/emperor-penguin-chick-glancing-sideways-1008811921

Wie erkennt man eine Abstrafung durch das Google Penguin Update?

Eine Abstrafung durch das Penguin Update erkennt man an einem Abfall der Sichtbarkeit in den Suchergebnissen. Genaue Algorithmen des Updates sind nicht bekannt. Bleibt die Sichtbarkeit über Wochen oder Monate konstant auf einem niedrigen Level oder tendiert gegen Null und erhöht sich auch bei einem Data Refresh nicht, könnte das eine Abstrafung durch das Update bedeuten.

Was soll man nach einer Abstrafung durch das Penguin Update tun?

Webmaster oder SEOs der betroffenen Website empfehlen wir, bei einer Abstrafung durch das Google Penguin Update das Backlink-Profil zu analysieren. Anhand einer Backlink-Analyse können schädliche Links erkannt werden. Wenn Links nicht mit den Anforderungen der Google-Richtlinien übereinstimmen, können diese gelöscht werden. Man spricht dabei von einem Linkabbau. Lassen sich Backlinks nicht löschen, besteht die Möglichkeit, sie mithilfe des Disavow Tools der Google Search Console entwerten zu lassen. Der Link bleibt in diesem Fall weiter bestehen, allerdings werden sie nicht für die Beurteilung des Linkprofils herangezogen.

Was macht ein gutes Linkprofil aus?

Das Linkprofil einer Website setzt sich aus der Anzahl, Art und Herkunft der Backlinks sowie dem Linktext zusammen. Diese Faktoren sind entscheidend, wenn es darum geht, wie hochwertig ein Link einzustufen ist. Ein gutes Linkprofil definiert sich über eine Mischung aus den verschiedenen Möglichkeiten der genannten Faktoren. Allerdings ist die Zusammenstellung eines Backlinkprofils für jede Website individuell. So können über ein Backlink Audit die bestrankenden Seiten der jeweiligen Branche analysiert werden. Aus dem Backlinkprofil ergibt sich dann ein Benchmark.

Fest steht: ein gutes Linkprofil definiert sich über einen regelmäßigen organischen Linkaufbau in einem natürlichen Zeitrahmen. Es ist kontraproduktiv, in einer Woche sehr viele Backlinks aufzubauen und dann über Monate keinen einzigen Link mehr zu setzen.

Verschiedene Indikatoren von mehreren SEO-Tools werden verwendet, um das Linkprofil zu bewerten. Mit am bekanntesten dafür ist der Trust Flow (TW) und Citation Flow (CT) von Majestic. Der Trust Flow zeigt das Vertrauen bzw. die Qualität der eingehenden Links an. Der Citation Flow beschreibt die Anzahl der Backlinks auf die jeweilige Webseite. Es sollte darauf geachtet werden, dass der Trust Flow stets höher als der Citation Flow ist (Qualität > Quantität).

Trust Flow und Citation Flow sind für die Bewertung eines Linkprofils wichtig.

Was gilt es bei Backlinks zu beachten?

Noch vor dem Google Penguin Update war es mit einer hohen Anzahl an Backlinks möglich, eine gute Sichtbarkeit zu erlangen. Inzwischen lautet das Credo: Klasse statt Masse. Zudem ist es wichtig, Backlinks von hochwertigen Domains zu erhalten, die thematisch zur eigenen Website passen. Weiterhin sollte darauf geachtet werden, Backlinks bei neuen Domains zu platzieren. Zwei Links von unterschiedlichen Websites sind besser als zwei Backlinks von der gleichen Website.

Linkbuilding steigert das SEO Ranking.

Shutterstock: https://www.shutterstock.com/de/image-photo/improve-your-seo-ranking-word-401799406

Wie funktioniert Linkbuilding in der Praxis?

Der Aufbau von hochwertigen Backlinks erfordert viel Zeit und Arbeit, denn sie entstehen nicht über Nacht. Wer Linkaufbau betreiben möchte, sollte sich deshalb vorab eine Strategie überlegen. Am besten eignet sich dafür eine Linkbuilding-Konkurrenzanalyse. Dabei wird deutlich, woher die Backlinks der Konkurrenz stammen. Ebenso erkennt man Potenzial für die eigene Website.

Linkaufbau durch den Eintrag in Branchenverzeichnisse

Die Auswahl relevanter Branchenverzeichnisse ist entscheidend über die Wirkung. Das jeweilige Branchenbuch sollte im Idealfall auch thematisch zur Website passen. Dabei ist es ratsam, auch die Qualität des Branchenbuches aus SEO-Sicht zu beurteilen. Falls Sie nicht die Zeit haben, Eintragungen in Branchenverzeichnisse selbst vorzunehmen, kontaktieren Sie uns gerne.

Linkaufbau durch das Platzieren in Foren, Verzeichnissen, Blogs etc.

Backlinks können auch durch eigenhändiges Platzieren in Foren, Verzeichnissen oder Blogs generiert werden. Die Effektivität dieser Maßnahme ist allerdings begrenzt, denn oftmals werden die platzierten Links automatisch mit einem nofollow-Tag gekennzeichnet. Blogger versuchen damit, Spam in den Kommentaren zu vermeiden.

Linkaufbau durch Linkkauf

Die wichtigste Info zuerst: Der Kauf von Backlinks verstößt gegen die Richtlinien von Google. Viele SEOs oder Linkaufbau-Agenturen tun es aber trotzdem. Grundsätzlich sollte versucht werden, die Backlinks natürlich zu erhalten bzw. den Content professionell zu vermarkten. Das ist leider, vor allem in umkämpften Nischenbranchen, nicht immer möglich. Wichtig ist, dass der Eindruck vermieden werden sollte, dass man mit gekauften Links arbeitet. Das gelingt, indem man den natürlichen Linkaufbau nachahmt und geeignete Seiten zum Linkbuilding heranzieht. Zudem sollte man generell über das aktuelle Linkprofil Bescheid wissen und wie es letztlich aussehen sollte. Die Preise für einen Backlink variieren je nach Website zwischen 100 und mehr als 1.000 Euro.

Folgende Faktoren sollten bei der Zielseite beachtet werden:

  1. Hoher Traffic
  2. Hohe Autorität
  3. Aktualität der Website
  4. Hohe Themenrelevanz

Linkaufbau durch Linktausch

Es gibt Black und White SEO Methoden.

Shutterstock: https://www.shutterstock.com/de/image-vector/seo-optimization-programming-process-web-analytics-251994883

Bei einem Linktausch einigen sich zwei oder mehrere Parteien, sich gegenseitig einen Backlink zu setzen. Das bedeutet, dass eine Website für die Verlinkung auf einer themenrelevanten Seite im Gegenzug einen Link dieser Webseite für die eigene Seite bekommt. Ziel des Linktausches ist es, die Anzahl an hochwertigen Backlinks (Link popularity) auf der eigenen Seite zu erhöhen.

Beim Linktausch sollte beachtet werden, dass die Partnerseite thematisch relevant ist, aber nicht zur direkten SEO-Konkurrenz zählt. Problematisch wird es dabei, wenn die Partnerseite zu den gleichen Keywords rankt wie die eigene Webseite.

Wichtig: Linktausch kann sich sowohl positiv als auch negativ auf das Ranking einer Webseite auswirken. Das ist der Fall, wenn die Suchmaschine den Austausch von Backlinks bemerkt, die Partnerseite einen niedrigen Sichtbarkeitswert oder Trust Flow hat oder die Verlinkung auf eine unrelevante Seite führt.

Genau wie der Linkkauf wird der Linktausch von Suchmaschinen nicht akzeptiert. Bei Google stellt es einen Verstoß gegen die Richtlinien für Webmaster dar, da das Linkbuildung auf unnatürlichem Wege stattfand.

Fazit zum Linkbuilding

Backlinks sind und bleiben ein zentraler Rankingfaktor der Suchmaschinen. Klar ist, dass Webseiten mit einer hohen Bewertung schneller ein besseres Ranking in den SERPs von Google und anderen Suchmaschinen bekommen. Linkaufbau ist entscheidend, um zukünftig ein höheres Ranking zu erzielen. Denn eine gute Auffindbarkeit ist ohne hochwertige Backlinks (fast) unmöglich. Allerdings führt das Thema Linkbuilding und Backlinks zu sehr unterschiedlichen Ansichten, Bewertungen und Strategien. Beachten sollte man zudem die Linkattribute UGC und Sponsored, die Google 2019 eingeführt hat.

Ein gewisses Grundverständnis ist notwendig, um von den Suchmaschinen nicht abgestraft zu werden. Sind Sie am Aufbau von Links interessiert? Gerne beantworten wir Ihre Fragen zum Thema Linkbuilding. Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme!

In diesem Blogartikel erklären wir alles, was man über das Thema Linkbuildung (auch Linkaufbau) wissen muss.

Linkbuilding für mehr Sichtbarkeit bei Google.

Shutterstock: https://www.shutterstock.com/de/image-illustration/3d-isometric-flat-concept-link-building-1746417404

Was versteht man unter Linkbuilding?

Ganzheitlich betrachtet ist Linkaufbau eine wichtige Maßnahme zur Suchmaschinenoptimierung (SEO), um die Relevanz und Auffindbarkeit bei Suchmaschinen wie Google, Bing oder DuckDuckgo zu erhöhen und den Online-Erfolg zu steigern. Linkbuilding oder auch Linkaufbau zählt dabei als eine Maßnahme der Offpage-Optimierung. Meistens bezieht sich der Begriff auf den Prozess des kontinuierlichen Backlinkaufbaus, bei dem die Erhöhung von qualitativ hochwertigen Links im Fokus steht. Das Linkbuilding bedient sich verschiedener Strategien, die von den Suchmaschinen nicht immer positiv bewertet werden. Teilweise gibt es auch Methoden, die von Google negativ betrachtet werden und die Website dafür abgestraft wird.

Beim Linkbuilding geht es aber auch um das strategische Setzen von Links innerhalb der eigenen Websites. Man spricht dabei von internen Links, die eine Hilfe bei der Strukturierung darstellen. Mithilfe von interner Verlinkung wird die User Experience verbessert, indem sich Inhalte der Website schneller und einfacher finden lassen. Neben dem Nutzer profitiert auch der Crawler von einer guten internen Linkstruktur, um alle Seiten einer Website zu indexieren.

Warum ist Linkbuilding für SEO wichtig?

Die Relevanz einer Website wird von Suchmaschinen unter anderem daran gemessen, wie stark eine Seite mit anderen Websites vernetzt ist. Google sieht Verlinkungen von Websites als Zeichen für gute Inhalte, die von den Nutzern als interessant empfunden werden. Grundsätzlich lässt sich sagen: je mehr Inhalte einer Website verlinkt werden, desto besser. Hat der Backlink einen starken thematischen Bezug zur verlinkten Seite und bietet den Nutzern einen Mehrwert, wird dieser Link mit einer höheren Relevanz bewertet. Folglich werden Websites mit einer hohen Anzahl an relevanten Links in den SERPs weiter oben gelistet.

Wichtig: Eine Webseite, auf die viele qualitativ hochwertige Links eingehen, wird bei den Suchmaschinen besser bewertet als eine Domain, auf der wenige bis gar keine hochwertige Backlinks eingehen.

Was ist ein Backlink?

Beim Linkaufbau wird mit verschiedenen Mitteln versucht, dass eine andere Website auf die eigene Website verweist. Technisch gesehen ist dieser Verweis der sogenannte Backlink in Form eines Hyperlinks.

Wie ist ein Link im HTML-Code aufgebaut?

Grundsätzlich besteht ein (Back)-Link aus zwei Komponenten: der URL und dem Anker- bzw. Linktext.

Die Anatomie eines Links im HTML-Code sieht wie folgt aus:

<a href=“URL“>Linktext</a>

Beispiel:

<a href=“https://marmato.com/snippets/“>Detaillierte Informationen zum Schema Markup</a>

Der Link hat zwei Funktionen:

  1. Er sorgt einerseits dafür, dass die Linkpopularität (engl. link popularity) der verlinkten Seite steigt. Die Link Popularity ist die Anzahl der Links, die auf eine Website verweisen.
  2. Suchmaschinen analysieren auch den Linktext, der anklickbare Teil eines Hyperlinks. Daher sollte dieser möglichst mit wichtigen Keywords, individuell und vielfältig formuliert werden.

Linkarten: Was sind follow und nofollow Links?

Alle Links sind automatisch „follow“ Links.Das bedeutet, dass die Verlinkung auch von Suchmaschinen als relevanter Link angesehen wird, dem zudem gefolgt werden soll. Ebenso bedeutet das, dass der Link seinen Linkjuice (Verknüpfungsstärke) vererbt, also weitergibt. Mit dem Linkjuice wird die Power einer Seite, die durch den Link innerhalb einer Website weitergegeben und gestärkt wird, gemessen.

Der Google Juice bzw. der Linksaft setzt sich aus der Anzahl und der Qualität der Links zusammen. Zudem ist auch die Art, wie sich die Verweise auf einer Webseite verteilen, für die Zusammensetzung des Linkjuices relevant. Bildlich kann man sich den Linkjuice als eine Art Fluss mit verschiedenen Verzweigungen vorstellen. Die Startseite verfügt über die meiste Power, die an die Unterseiten weitergegeben wird. Dies geschieht nach einem einfachen Prinzip: jede Webseite erhält gleich viel bzw. gleich wenig Linkjuice. Daraus folgt, je mehr Unterseiten eine Website hat, umso weniger Linkjuice hat die einzelne Unterseite.

Links können aber auch als „nofollow“ gekennzeichnet werden, indem das rel=“nofollow“-Tag im Code hinzugefügt wird. Nofollow-Links sehen im HTML-Code wie folgt aus:

<a href=“URL“ rel=“nofollow“>Linktext</a>

In diesem Fall wird die Suchmaschine dem Link nicht folgen, was sich wiederum auf den Linkjuice auswirkt. Denn dieser wird dann auch nicht weitergegeben. „Nofollow“ wurde von Google im Jahre 2005 eingeführt, damit Webmaster den Linkjuice besser kontrollieren können. Damit sollten die Massen an oftmals automatisch generierten Links in Blogkommentaren oder Gästebüchern vermieden werden. Bis zu diesem Zeitpunkt war es möglich, mit einer hohen Anzahl an Links das Ranking zu pushen. Dennoch ist klar: „nofollow“-Links gehören zu einem natürlichen Link-Profil dazu.

Welche Rolle spielt das Google Penguin Update für den SEO-Linkaufbau?

Das Google Penguin Update wurde erstmals 2012 mit dem Ziel ausgerollt, Web Spam in den SERPs zu identifizieren und zu entfernen. So können gezielt SEO-Maßnahmen abgestraft werden, die nicht natürlich wirken. Dazu zählen auch SEO-Techniken wie unnatürliches Linkbuilding. Inzwischen gab es bereits sieben Penguin Updates, von denen vier vollwertige Updates und drei Data Refreshes waren.

Mit dem Google Penguin Update wurde hauptsächlich das Backlink-Profil einer Website betrachtet. Folgende Faktoren spielen dabei eine Rolle:

  1. Themenrelevanz der verlinkenden Seite zur verlinkten Seite
  2. Linktexte mit hohem Anteil harter Keywords
  3. Gekaufte Links
  4. Unnatürliches Linkwachstum
  5. Backlinks mit schlechter Qualität
Das Google Penguin Update hat den Linkaufbau verändert.

Shutterstock: https://www.shutterstock.com/de/image-photo/emperor-penguin-chick-glancing-sideways-1008811921

Wie erkennt man eine Abstrafung durch das Google Penguin Update?

Eine Abstrafung durch das Penguin Update erkennt man an einem Abfall der Sichtbarkeit in den Suchergebnissen. Genaue Algorithmen des Updates sind nicht bekannt. Bleibt die Sichtbarkeit über Wochen oder Monate konstant auf einem niedrigen Level oder tendiert gegen Null und erhöht sich auch bei einem Data Refresh nicht, könnte das eine Abstrafung durch das Update bedeuten.

Was soll man nach einer Abstrafung durch das Penguin Update tun?

Webmaster oder SEOs der betroffenen Website empfehlen wir, bei einer Abstrafung durch das Google Penguin Update das Backlink-Profil zu analysieren. Anhand einer Backlink-Analyse können schädliche Links erkannt werden. Wenn Links nicht mit den Anforderungen der Google-Richtlinien übereinstimmen, können diese gelöscht werden. Man spricht dabei von einem Linkabbau. Lassen sich Backlinks nicht löschen, besteht die Möglichkeit, sie mithilfe des Disavow Tools der Google Search Console entwerten zu lassen. Der Link bleibt in diesem Fall weiter bestehen, allerdings werden sie nicht für die Beurteilung des Linkprofils herangezogen.

Was macht ein gutes Linkprofil aus?

Das Linkprofil einer Website setzt sich aus der Anzahl, Art und Herkunft der Backlinks sowie dem Linktext zusammen. Diese Faktoren sind entscheidend, wenn es darum geht, wie hochwertig ein Link einzustufen ist. Ein gutes Linkprofil definiert sich über eine Mischung aus den verschiedenen Möglichkeiten der genannten Faktoren. Allerdings ist die Zusammenstellung eines Backlinkprofils für jede Website individuell. So können über ein Backlink Audit die bestrankenden Seiten der jeweiligen Branche analysiert werden. Aus dem Backlinkprofil ergibt sich dann ein Benchmark.

Fest steht: ein gutes Linkprofil definiert sich über einen regelmäßigen organischen Linkaufbau in einem natürlichen Zeitrahmen. Es ist kontraproduktiv, in einer Woche sehr viele Backlinks aufzubauen und dann über Monate keinen einzigen Link mehr zu setzen.

Verschiedene Indikatoren von mehreren SEO-Tools werden verwendet, um das Linkprofil zu bewerten. Mit am bekanntesten dafür ist der Trust Flow (TW) und Citation Flow (CT) von Majestic. Der Trust Flow zeigt das Vertrauen bzw. die Qualität der eingehenden Links an. Der Citation Flow beschreibt die Anzahl der Backlinks auf die jeweilige Webseite. Es sollte darauf geachtet werden, dass der Trust Flow stets höher als der Citation Flow ist (Qualität > Quantität).

Trust Flow und Citation Flow sind für die Bewertung eines Linkprofils wichtig.

Was gilt es bei Backlinks zu beachten?

Noch vor dem Google Penguin Update war es mit einer hohen Anzahl an Backlinks möglich, eine gute Sichtbarkeit zu erlangen. Inzwischen lautet das Credo: Klasse statt Masse. Zudem ist es wichtig, Backlinks von hochwertigen Domains zu erhalten, die thematisch zur eigenen Website passen. Weiterhin sollte darauf geachtet werden, Backlinks bei neuen Domains zu platzieren. Zwei Links von unterschiedlichen Websites sind besser als zwei Backlinks von der gleichen Website.

Linkbuilding steigert das SEO Ranking.

Shutterstock: https://www.shutterstock.com/de/image-photo/improve-your-seo-ranking-word-401799406

Wie funktioniert Linkbuilding in der Praxis?

Der Aufbau von hochwertigen Backlinks erfordert viel Zeit und Arbeit, denn sie entstehen nicht über Nacht. Wer Linkaufbau betreiben möchte, sollte sich deshalb vorab eine Strategie überlegen. Am besten eignet sich dafür eine Linkbuilding-Konkurrenzanalyse. Dabei wird deutlich, woher die Backlinks der Konkurrenz stammen. Ebenso erkennt man Potenzial für die eigene Website.

Linkaufbau durch den Eintrag in Branchenverzeichnisse

Die Auswahl relevanter Branchenverzeichnisse ist entscheidend über die Wirkung. Das jeweilige Branchenbuch sollte im Idealfall auch thematisch zur Website passen. Dabei ist es ratsam, auch die Qualität des Branchenbuches aus SEO-Sicht zu beurteilen. Falls Sie nicht die Zeit haben, Eintragungen in Branchenverzeichnisse selbst vorzunehmen, kontaktieren Sie uns gerne.

Linkaufbau durch das Platzieren in Foren, Verzeichnissen, Blogs etc.

Backlinks können auch durch eigenhändiges Platzieren in Foren, Verzeichnissen oder Blogs generiert werden. Die Effektivität dieser Maßnahme ist allerdings begrenzt, denn oftmals werden die platzierten Links automatisch mit einem nofollow-Tag gekennzeichnet. Blogger versuchen damit, Spam in den Kommentaren zu vermeiden.

Linkaufbau durch Linkkauf

Die wichtigste Info zuerst: Der Kauf von Backlinks verstößt gegen die Richtlinien von Google. Viele SEOs oder Linkaufbau-Agenturen tun es aber trotzdem. Grundsätzlich sollte versucht werden, die Backlinks natürlich zu erhalten bzw. den Content professionell zu vermarkten. Das ist leider, vor allem in umkämpften Nischenbranchen, nicht immer möglich. Wichtig ist, dass der Eindruck vermieden werden sollte, dass man mit gekauften Links arbeitet. Das gelingt, indem man den natürlichen Linkaufbau nachahmt und geeignete Seiten zum Linkbuilding heranzieht. Zudem sollte man generell über das aktuelle Linkprofil Bescheid wissen und wie es letztlich aussehen sollte. Die Preise für einen Backlink variieren je nach Website zwischen 100 und mehr als 1.000 Euro.

Folgende Faktoren sollten bei der Zielseite beachtet werden:

  1. Hoher Traffic
  2. Hohe Autorität
  3. Aktualität der Website
  4. Hohe Themenrelevanz

Linkaufbau durch Linktausch

Bei einem Linktausch einigen sich zwei oder mehrere Parteien, sich gegenseitig einen Backlink zu setzen. Das bedeutet, dass eine Website für die Verlinkung auf einer themenrelevanten Seite im Gegenzug einen Link dieser Webseite für die eigene Seite bekommt. Ziel des Linktausches ist es, die Anzahl an hochwertigen Backlinks (Link popularity) auf der eigenen Seite zu erhöhen.

Beim Linktausch sollte beachtet werden, dass die Partnerseite thematisch relevant ist, aber nicht zur direkten SEO-Konkurrenz zählt. Problematisch wird es dabei, wenn die Partnerseite zu den gleichen Keywords rankt wie die eigene Webseite.

Wichtig: Linktausch kann sich sowohl positiv als auch negativ auf das Ranking einer Webseite auswirken. Das ist der Fall, wenn die Suchmaschine den Austausch von Backlinks bemerkt, die Partnerseite einen niedrigen Sichtbarkeitswert oder Trust Flow hat oder die Verlinkung auf eine unrelevante Seite führt.

Genau wie der Linkkauf wird der Linktausch von Suchmaschinen nicht akzeptiert. Bei Google stellt es einen Verstoß gegen die Richtlinien für Webmaster dar, da das Linkbuildung auf unnatürlichem Wege stattfand.

Es gibt Black und White SEO Methoden.

Shutterstock: https://www.shutterstock.com/de/image-vector/seo-optimization-programming-process-web-analytics-251994883

Fazit zum Linkbuilding

Backlinks sind und bleiben ein zentraler Rankingfaktor der Suchmaschinen. Klar ist, dass Webseiten mit einer hohen Bewertung schneller ein besseres Ranking in den SERPs von Google und anderen Suchmaschinen bekommen. Linkaufbau ist entscheidend, um zukünftig ein höheres Ranking zu erzielen. Denn eine gute Auffindbarkeit ist ohne hochwertige Backlinks (fast) unmöglich. Allerdings führt das Thema Linkbuilding und Backlinks zu sehr unterschiedlichen Ansichten, Bewertungen und Strategien. Beachten sollte man zudem die Linkattribute UGC und Sponsored, die Google 2019 eingeführt hat.

Ein gewisses Grundverständnis ist notwendig, um von den Suchmaschinen nicht abgestraft zu werden. Sind Sie am Aufbau von Links interessiert? Gerne beantworten wir Ihre Fragen zum Thema Linkbuilding. Wir freuen uns auf Ihre Kontaktaufnahme!

Über den Autor

SEO aus Leidenschaft! Die Möglichkeiten der Suchmaschinenoptimierung scheinen (fast) unendlich zu sein. Das darf ich als Projektmanagerin bei marmato jeden Tag aufs Neue erfahren. Mit meinen Blogbeiträgen möchte ich unseren Lesern die vielfältige Welt der Suchmaschinenoptimierung näherbringen.
Hat dir der Beitrag gefallen? Bewerte uns!
[Gesamt: 0 Durchschnitt: 0]