Seit dem 9. Juli 2018 wird das Google Speed Update ausgerollt. Spätestens jetzt sollten Websites, deren Ladezeit extrem langsam ist, beginnen, den Page Speed zu optimieren. Denn genau darum geht es beim Update. Lesen Sie hier mehr zur neuesten Algorithmus-Anpassung und erfahren Sie, wie Sie Ihren Page Speed optimieren können!

Das spannende Feld der Suchmaschinenoptimierung wird von Seiten Googles nicht immer mit klaren Statements gefüttert. Schon gar nicht, wenn es darum geht, eindeutige Infos zur Ranking-Relevanz zu erhalten.

Doch manchmal gewährt Google einen Einblick. So auch im Januar 2018, als angekündigt wurde, dass ein Speed Update bevorstünde, das direkten Einfluss auf das Ranking von Mobile Websites haben werde.

Seit dem 9. Juli 2018 wird dieses Speed Update nun ausgerollt. Spätestens jetzt sollten Websites, deren Ladezeit extrem langsam ist, beginnen, den Page Speed zu optimieren. Denn genau darum geht es beim Google Speed Update – und allein die Tatsache, dass Google hierzu detailliertere Informationen preisgibt, könnte auf eine erhöhte Relevanz hindeuten.

Google mit klarem Fokus auf Mobile Usability

Das neueste Update des Suchmaschinen-Riesen ist der nächste Schritt zur Verwirklichung eines bestimmten Ziels: das World Wide Web nutzerfreundlicher zu gestalten. Der Fokus liegt dabei klar auf dem mobilen Sektor. Dies macht auch Sinn, geht die Tendenz in Richtung Mobile Suche. Bereits 2015 waren die Suchanfragen über Smartphone und Tablet erstmals höher als über den Desktop. Und auch im Jahr 2017 bestätigte sich dieser Trend (57 Prozent Suchtraffic über Mobile).

Das Speed Update ist dabei nur eine weitere Maßnahme auf dem Weg zur verbesserten mobilen Suche. Bereits das Mobilegeddon Update – eine Anpassung des Algorithmus‘ hin zur Bevorzugung mobil optimierter Seiten – und neuerdings der Mobile-First-Index legten die Fokussierung Googles auf die mobile Suche offen.

Welche Auswirkungen hat das Speed Update?

Nun also das Speed Update. Doch darf bezweifelt werden, dass der geänderte Suchalgorithmus ein wahres Ranking-Beben auslösen wird. Google selbst hat bereits Auskunft erteilt, dass nur wirklich sehr langsame Websites von den Änderungen betroffen sein werden:

„The “Speed Update“, as we’re calling it, will only affect pages that deliver the slowest experience to users and will only affect a small percentage of queries. It applies the same standard to all pages, regardless of the technology used to build the page. The intent of the search query is still a very strong signal, so a slow page may still rank highly if it has great, relevant content.“

(Zhiheng Wang / Doantam Phan im Google Webmaster Central Blog)

Zwar werden sehr langsame Seiten mit Ranking-Einbußen rechnen müssen, doch macht das Statement auch deutlich: Speed ist nicht alles. Und wer für die Suchanfrage relevanten Content zu Verfügung stellen kann, hat auch mit einer langsamen Seite Chancen, mobil zu ranken.

Dabei darf auch nicht der Fehler gemacht werden, den Mobile-Speed-Faktor mit dem des Desktops zu verwechseln. Denn auch hierzu kam von offizieller Seite bereits die Bestätigung, dass beide Kriterien unabhängig voneinander zu sehen sind.

Ist Page Speed wirklich so entscheidend?

Klar ist also, dass das Speed Update Einfluss auf das Google-Ranking haben wird – wie stark, wird sich jedoch erst noch zeigen. Hier muss aber die Frage erlaubt sein, ob der ganze Aufwand überhaupt notwendig ist. Ist der Page Speed einer Seite wirklich so entscheidend für die User Experience?

Analysen machen deutlich: ja! Bereits ab einer mobilen Ladezeit von über drei Sekunden liegt die Nutzer-Absprungrate bei 53 Prozent. Die Analyse gewinnt noch mehr an Gewicht, bedenkt man, dass die durchschnittliche Ladezeit einer Seite 15 Sekunden beträgt. Zu langsam, auch wenn hier bereits eine Verbesserung von sieben Sekunden im Vergleich zum Vorjahr stattgefunden hat.

Erkenntnisse der Google / SOASTA Studie von 2017:

Ladezeit der Webseite Erhöhte Wahrscheinlichkeit des Absprungs
3 Sekunden 32 Prozent
5 Sekunden 90 Prozent
6 Sekunden 106 Prozent
10 Sekunden 123 Prozent

Maßnahmen, um den Page Speed zu analysieren

Befürchten Sie, dass das Speed Update Auswirkungen auf Ihr Ranking haben könnte? Dann wissen Sie immerhin schonmal, dass Ihre Seite nicht die schnellste ist. Wenn Sie genaue Informationen zum Page Speed haben möchten, gibt es einige Tools, die dabei helfen.

Zum Beispiel liefert Google Analytics Zahlen zur Websitegeschwindigkeit. Auch die Google Search Console gibt Hinweise auf die Geschwindigkeit in Form einer Kennzahl für den Downloadspeed der Seite durch den Suchroboter.

Eine weitere Möglichkeit der Analyse besteht durch das Tool PageSpeed Insights. Der Vorteil des Tools: PageSpeed Insights nennt dir nicht nur die Seitengeschwindigkeit für die Mobile- und DesktopVariante, sondern auch Optimierungsvorschläge und bereits implementierte Optimierungen.

Einfache Maßnahmen, um den Page Speed zu optimieren

Hat man das Page-Speed-Optimierungspotential aufgedeckt, kann der SEO tätig werden. Nachfolgend einige unkomplizierte und schnelle Maßnahmen für die Verbesserung der Seitengeschwindigkeit.

  1. Bilder optimieren:
    Die Lösung ist genauso simpel wie logisch: Ist die Seite zu langsam, muss Seiteninhalt komprimiert werden. So auch die Bilder einer Seite. Damit Bilder richtig angezeigt werden können, müssen diese zunächst vom Server geladen werden. Zu große Bilder erhöhen folglich die Ladezeit. Nutzen Sie Dateiformate wie PNG, JPG oder GIF und achten Sie darauf, eine Dateigröße von ca. 100 bis 150 kB nicht zu übersteigen.
  2. Code minimieren:
    Eine Website besteht mitnichten nur aus Text und Bildern. JavaScript, CSS und HTML-Code bereichern eine Seite, summieren sich aber auch zu einer stattlichen Größe. Schmeißen Sie überflüssige Code-Anhängsel raus. Leerzeichen, Zeilenumbrüche und Kommentare dienen der Leserlichkeit, füllen den Quelltext aber auch mit sogenanntem White Space. Dasselbe kann auch für CSS und JavaScript gemacht werden.
  3. JavaScript und CSS auslagern:
    Um die Website schneller laden zu lassen, kann man zudem JavaScript und CSS auslagern. Durch diese Maßnahme werden die Dateien cachebar gemacht – sie müssen nicht jedes Mal neu geladen werden, wenn die Seite aufgerufen wird. Füge den Code in einem Dokument zusammen und verweise dann nur noch auf dieses. Auch ist es möglich, mittels eines Stylesheets den CSS-Code zu bündeln.
  4. AMP-Version nutzen
    Stellen Sie für Ihre Website eine AMP-Version (= Accelerated Mobile Pages) zur Verfügung und verweisen Sie mithilfe eines Canonical Tags auf die Hauptversion. Die AMP-Version einer Seite lädt in der Regel wesentlich schneller als die hauptsächliche Seite. Denn das Framework besitzt weniger Code und wird nicht über den eigenen Server, sondern über Googles CDN (= Content Delivery Network) geladen. Google hat im Zuge des Speed Updates mittlerweile auch bestätigt, dass Seiten mit AMP-Variante profitieren können, sofern diese Version eine schnelle Ladezeit aufweist.

So haben auch extrem langsame Websites die Chance, vom Update nicht mit Vollspeed überholt zu werden.

Seit dem 9. Juli 2018 wird das Google Speed Update ausgerollt. Spätestens jetzt sollten Websites, deren Ladezeit extrem langsam ist, beginnen, den Page Speed zu optimieren. Denn genau darum geht es beim Update. Lesen Sie hier mehr zur neuesten Algorithmus-Anpassung und erfahren Sie, wie Sie Ihren Page Speed optimieren können!

Das spannende Feld der Suchmaschinenoptimierung wird von Seiten Googles nicht immer mit klaren Statements gefüttert. Schon gar nicht, wenn es darum geht, eindeutige Infos zur Ranking-Relevanz zu erhalten.

Doch manchmal gewährt Google einen Einblick. So auch im Januar 2018, als angekündigt wurde, dass ein Speed Update bevorstünde, das direkten Einfluss auf das Ranking von Mobile Websites haben werde.

Seit dem 9. Juli 2018 wird dieses Speed Update nun ausgerollt. Spätestens jetzt sollten Websites, deren Ladezeit extrem langsam ist, beginnen, den Page Speed zu optimieren. Denn genau darum geht es beim Google Speed Update – und allein die Tatsache, dass Google hierzu detailliertere Informationen preisgibt, könnte auf eine erhöhte Relevanz hindeuten.

Google mit klarem Fokus auf Mobile Usability

Das neueste Update des Suchmaschinen-Riesen ist der nächste Schritt zur Verwirklichung eines bestimmten Ziels: das World Wide Web nutzerfreundlicher zu gestalten. Der Fokus liegt dabei klar auf dem mobilen Sektor. Dies macht auch Sinn, geht die Tendenz in Richtung Mobile Suche. Bereits 2015 waren die Suchanfragen über Smartphone und Tablet erstmals höher als über den Desktop. Und auch im Jahr 2017 bestätigte sich dieser Trend (57 Prozent Suchtraffic über Mobile).

Das Speed Update ist dabei nur eine weitere Maßnahme auf dem Weg zur verbesserten mobilen Suche. Bereits das Mobilegeddon Update – eine Anpassung des Algorithmus‘ hin zur Bevorzugung mobil optimierter Seiten – und neuerdings der Mobile-First-Index legten die Fokussierung Googles auf die mobile Suche offen.

Welche Auswirkungen hat das Speed Update?

Nun also das Speed Update. Doch darf bezweifelt werden, dass der geänderte Suchalgorithmus ein wahres Ranking-Beben auslösen wird. Google selbst hat bereits Auskunft erteilt, dass nur wirklich sehr langsame Websites von den Änderungen betroffen sein werden:

„The “Speed Update“, as we’re calling it, will only affect pages that deliver the slowest experience to users and will only affect a small percentage of queries. It applies the same standard to all pages, regardless of the technology used to build the page. The intent of the search query is still a very strong signal, so a slow page may still rank highly if it has great, relevant content.“

(Zhiheng Wang / Doantam Phan im Google Webmaster Central Blog)

Zwar werden sehr langsame Seiten mit Ranking-Einbußen rechnen müssen, doch macht das Statement auch deutlich: Speed ist nicht alles. Und wer für die Suchanfrage relevanten Content zu Verfügung stellen kann, hat auch mit einer langsamen Seite Chancen, mobil zu ranken.

Dabei darf auch nicht der Fehler gemacht werden, den Mobile-Speed-Faktor mit dem des Desktops zu verwechseln. Denn auch hierzu kam von offizieller Seite bereits die Bestätigung, dass beide Kriterien unabhängig voneinander zu sehen sind.

Ist Page Speed wirklich so entscheidend?

Klar ist also, dass das Speed Update Einfluss auf das Google-Ranking haben wird – wie stark, wird sich jedoch erst noch zeigen. Hier muss aber die Frage erlaubt sein, ob der ganze Aufwand überhaupt notwendig ist. Ist der Page Speed einer Seite wirklich so entscheidend für die User Experience?

Analysen machen deutlich: ja! Bereits ab einer mobilen Ladezeit von über drei Sekunden liegt die Nutzer-Absprungrate bei 53 Prozent. Die Analyse gewinnt noch mehr an Gewicht, bedenkt man, dass die durchschnittliche Ladezeit einer Seite 15 Sekunden beträgt. Zu langsam, auch wenn hier bereits eine Verbesserung von sieben Sekunden im Vergleich zum Vorjahr stattgefunden hat.

Erkenntnisse der Google / SOASTA Studie von 2017:

Ladezeit der Webseite Erhöhte Wahrscheinlichkeit des Absprungs
3 Sekunden 32 Prozent
5 Sekunden 90 Prozent
6 Sekunden 106 Prozent
10 Sekunden 123 Prozent

Maßnahmen, um den Page Speed zu analysieren

Befürchten Sie, dass das Speed Update Auswirkungen auf Ihr Ranking haben könnte? Dann wissen Sie immerhin schonmal, dass Ihre Seite nicht die schnellste ist. Wenn Sie genaue Informationen zum Page Speed haben möchten, gibt es einige Tools, die dabei helfen.

Zum Beispiel liefert Google Analytics Zahlen zur Websitegeschwindigkeit. Auch die Google Search Console gibt Hinweise auf die Geschwindigkeit in Form einer Kennzahl für den Downloadspeed der Seite durch den Suchroboter.

Eine weitere Möglichkeit der Analyse besteht durch das Tool PageSpeed Insights. Der Vorteil des Tools: PageSpeed Insights nennt dir nicht nur die Seitengeschwindigkeit für die Mobile- und DesktopVariante, sondern auch Optimierungsvorschläge und bereits implementierte Optimierungen.

Einfache Maßnahmen, um den Page Speed zu optimieren

Hat man das Page-Speed-Optimierungspotential aufgedeckt, kann der SEO tätig werden. Nachfolgend einige unkomplizierte und schnelle Maßnahmen für die Verbesserung der Seitengeschwindigkeit.

  1. Bilder optimieren:
    Die Lösung ist genauso simpel wie logisch: Ist die Seite zu langsam, muss Seiteninhalt komprimiert werden. So auch die Bilder einer Seite. Damit Bilder richtig angezeigt werden können, müssen diese zunächst vom Server geladen werden. Zu große Bilder erhöhen folglich die Ladezeit. Nutzen Sie Dateiformate wie PNG, JPG oder GIF und achten Sie darauf, eine Dateigröße von ca. 100 bis 150 kB nicht zu übersteigen.
  2. Code minimieren:
    Eine Website besteht mitnichten nur aus Text und Bildern. JavaScript, CSS und HTML-Code bereichern eine Seite, summieren sich aber auch zu einer stattlichen Größe. Schmeißen Sie überflüssige Code-Anhängsel raus. Leerzeichen, Zeilenumbrüche und Kommentare dienen der Leserlichkeit, füllen den Quelltext aber auch mit sogenanntem White Space. Dasselbe kann auch für CSS und JavaScript gemacht werden.
  3. JavaScript und CSS auslagern:
    Um die Website schneller laden zu lassen, kann man zudem JavaScript und CSS auslagern. Durch diese Maßnahme werden die Dateien cachebar gemacht – sie müssen nicht jedes Mal neu geladen werden, wenn die Seite aufgerufen wird. Füge den Code in einem Dokument zusammen und verweise dann nur noch auf dieses. Auch ist es möglich, mittels eines Stylesheets den CSS-Code zu bündeln.
  4. AMP-Version nutzen
    Stellen Sie für Ihre Website eine AMP-Version (= Accelerated Mobile Pages) zur Verfügung und verweisen Sie mithilfe eines Canonical Tags auf die Hauptversion. Die AMP-Version einer Seite lädt in der Regel wesentlich schneller als die hauptsächliche Seite. Denn das Framework besitzt weniger Code und wird nicht über den eigenen Server, sondern über Googles CDN (= Content Delivery Network) geladen. Google hat im Zuge des Speed Updates mittlerweile auch bestätigt, dass Seiten mit AMP-Variante profitieren können, sofern diese Version eine schnelle Ladezeit aufweist.

So haben auch extrem langsame Websites die Chance, vom Update nicht mit Vollspeed überholt zu werden.

Über den Autor

Posted by
This author has not yet filled in any details.
So far the author has created 4 blog entries.
Hat dir der Beitrag gefallen? Bewerte uns!
[Gesamt: 0 Durchschnitt: 0]